Dr. med. Arnd Nusch, Dr. med. Naser Kalhori, Dr. med. Werner Langer
Hämatologie und internistische Onkologie

Therapie

Alles Notwendige tun

Wo immer möglich, lautet das Ziel unserer Behandlung Heilung. Bei Krebserkrankungen zählt aber nicht nur das Alles oder Nichts. 

Aus diesem Grund sprechen wir bei Krebserkrankungen lieber von Therapieerfolgen als von Heilung. Denn selbst wenn bei Ihnen keinerlei Krebszellen mehr nachweisbar sind - ein Wiederaufflackern der Erkrankung ist deshalb leider nicht ausgeschlossen.  

Die zu erzielenden Erfolge sind auch davon abhängig, in welchem Stadium einer Erkrankung sich ein Patient befindet. Dieses Stadium ist nach der Diagnose genau definiert, und auf dieser Grundlage besprechen wir dann gemeinsam mit Ihnen die genauen Therapieziele.  

Einige im Zusammenhang mit der Therapie häufig verwendete Begriffe erläutern wir Ihnen im Folgenden:

Kurative Therapie
wörtlich: zur Heilung führende Behandlung. Einige Krebserkrankungen können durch alleinige Chemotherapie geheilt werden, selbst wenn bereits ein fortgeschrittenes Tumorstadium vorliegt. Dazu gehören Leukämien, Lymphome, die Hodgkin'sche Erkrankung und Hodentumoren.

Adjuvante Therapie
wörtlich: Unterstützende Behandlung. Wenn nach einer Operation oder Strahlentherapie davon auszugehen ist, dass trotz erfolgreicher Entfernung des Tumors mikroskopisch kleine Ansammlungen von Krebszellen im Körper verblieben sind oder über Blut- und Lymphgefäße verstreut wurden, wird durch eine adjuvante (= unterstützende) Therapie versucht, diese verbliebenen Tumorzellen abzutöten. Eine derartige adjuvante Chemotherapie erfolgt z.B. bei bestimmten Tumorstadien des Brust- und Dickdarmkrebses.

Neoadjuvante Therapie
Wörtlich: vorab unterstützende Behandlung. Von dieser Therapieform spricht man, wenn eine Chemotherapie vor einer Operation angewandt wird, um den Tumor zu verkleinern und damit besser operabel zu machen.

Palliative Therapie
wörtlich: lindernde Behandlung. Bei den meisten fortgeschrittenen metastasierten Krebserkrankungen ist durch eine Symptom-lindernde (palliative) Chemotherapie keine Heilung mehr möglich. Häufig kann jedoch dadurch eine Rückbildung der Tumore und Metastasen erreicht werden. Krankheitsbedingte Beschwerden (z. B. Schmerzen) lassen sich damit lindern.

Komplementäre Therapie
wörtlich: genau passende, ergänzende Therapie. Im medizinischen Sprachgebrauch sind unter diesem Begriff all diejenigen Behandlungsformen zusammengefasst, die man möglicherweise ergänzend durchführen kann. Eine direkte Wirkung auf den Tumor beziehungsweise die Krebszelle ist im Allgemeinen nicht nachgewiesen. Dennoch sind diese Therapieformen bei vielen Patienten sehr beliebt, weil sie - wie beispielsweise bei der Ernährungsanpassung - eine aktive Rolle des Patienten beziehungsweise der Patientin voraussetzen. Und wenn jemand aktiv etwas gegen seine Erkrankung tut, fühlt er oder sie sich besser.

 

Sprechzeiten:

montags bis donnerstags
8.00 Uhr bis 13.00 Uhr